FAQs ohne Aluminiumsalze

1.) Herkunft

Was sind Aluminiumsalze?

Aluminium ist das dritthäufigste chemische Element und das häufigste Metall in der Erdkruste. Das Aluminiumsalz Aluminiumchlorohydrat (ACH) ist eine wasserlösliche Verbindung, die aus Aluminium gewonnen wird und in der Kosmetik breite Verwendung als Wirkstoff von Anti-Transpirantien findet.

Wie nehmen wir Aluminium auf?

Aluminiumverbindungen sind natürlicher Bestandteil unserer täglichen Nahrung. Das heißt, sie gelangen überwiegend durch die orale Aufnahme in unseren Körper. Sie sind zum Beispiel in Trinkwasser aber auch in Obst, Gemüse, Getreide und Fleisch enthalten. Aluminium kann zudem über die Einnahme von Medikamenten und das Benutzen aluminiumhaltiger Gegenstände wie Verpackungen, Kochgeschirr oder Backblechen in den Körper gelangen.

Wie groß ist die Menge an Aluminium, die wir über Kosmetikprodukte aufnehmen?

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat eine tolerierbare wöchentliche Aufnahmemenge von 1 mg Aluminium pro Kilogramm Körpergewicht abgeleitet. Ein Teil dieser Aufnahmemenge wird durch Lebensmittel abgedeckt. Der Aluminiumanteil, der über Kosmetikprodukte und Pflegemittel in den Körper gelangt, ist wesentlich geringer.

2.) Wirkungsweise

Was ist der Unterschied zwischen Anti-Transpirantien und anderen Deodorants?

Sie unterscheiden sich in ihrer Wirkweise. Ein Anti-Transpirant enthält Aluminiumsalze und hemmt dadurch die Schweißbildung unter den Achseln und verzögert so die Entstehung unangenehmer Körpergerüche sowie nasser Flecken auf der Kleidung. Aluminiumsalzfreie Deodorants überlagern durch Duftstoffe unerwünschte Körpergerüche, die durch Bakterien auf der Haut entstehen. Zusätzlich können sie das Wachstum der geruchsverursachenden Bakterien eindämmen, nicht aber den Schweißfluss.

Gibt es Alternativen zu Aluminiumsalzen?

Nein, für diesen weltweit eingesetzten Wirkstoff gibt es derzeit keine Alternative, die ebenso zuverlässig wie Aluminiumsalze wirkt. Es gibt durchaus auch Deodorants ohne Aluminiumsalze. Mit ihrer Hilfe kann zwar die Geruchsbildung reduziert werden, sie haben jedoch keine Anti-Transpirante Wirkung. Das heißt, der Schweißfluss bleibt unverändert stark. So sind derartige reine Deos für die meisten Menschen keine gleichwertige Alternative zu Anti-Transpirantien mit Aluminiumsalzen.

3.) Einsatzgebiete

Warum verwendet Beiersdorf Aluminiumsalze in Deodorants?

Aluminiumsalze hemmen den Schweißfluss in den Achseln, indem sie den oberen Teil der Schweißdrüsen verengen. Beiersdorf verwendet Aluminiumsalze in allen Deos, die die Schweißproduktion aktiv reduzieren (Anti-Transpirantien). Das Produktportfolio von Beiersdorf beinhaltet auch Deodorants ohne Aluminiumsalze. Dazu zählen die Nivea Deo Fresh-Linie (bis auf die Roll-Ons) sowie alle 8x4 Sprays und 8x4 Roll-Ons.

Woran kann der Verbraucher erkennen, dass sein Deo Aluminium enthält?

Beiersdorf gibt an, ob ein Produkt Aluminiumsalze enthält. Durch einen Blick auf die Inhaltsstoffliste auf der Verpackung, die sogenannte „International Nomenclature of Cosmetic Ingredients“ (INCI) kann der Verbraucher dies überprüfen.

4.) Vorwürfe

Können Aluminiumsalze Auslöser für Allergien sein?

Beiersdorf legt großen Wert darauf, seine Produkte vor der Markteinführung an einer großen Zahl von Testpersonen auf ihre Hautverträglichkeit zu prüfen. Dies haben wir natürlich auch bei Produkten mit Aluminiumsalzen getan. Allerdings lässt sich trotz der umfassenden Tests nicht ausschließen, dass es vereinzelt zu allergischen Reaktionen kommen kann.

Stimmt der Vorwurf, dass die Verwendung von Aluminiumsalzen in Deos zu Brustkrebs führt?

Bis heute konnte auch nach jahrelanger Forschung kein Zusammenhang zwischen der Verwendung von Anti-Transpirantien und Brustkrebs hergestellt werden. Ein umfangreiches Review von 59 publizierten Studien, das von einer französischen Forschergruppe (Namer et. al) 2008 durchgeführt wurde, kommt zu dem Schluss, dass der im Jahr 2005 in einer Untersuchung (Darbre et. al.) vermutete Zusammenhang zwischen Brustkrebs und der Verwendung von Deodorantien bzw. Anti-Transpirantien nicht bestätigt werden kann und keine wissenschaftliche Evidenz zur Stützung dieser Hypothese besteht. Im Rahmen einer umfangreichen Risikobewertung zu Aluminium in Kosmetikprodukten hat auch die französische Gesundheitsbehörde AFFSAPS 2011 festgestellt, dass keine zuverlässigen Daten bekannt sind, die Anhaltspunkte für ein Krebsrisiko nach Anwendung von Aluminiumverbindungen auf der Haut geben. Auch die US-amerikanische Krebsforschungsgesellschaft (American Cancer Society, 2008) sieht keine Anhaltspunkte für einen Zusammenhang zwischen Aluminium und Krebs. Ähnlich äußerte sich auch das deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg.

Stimmt der Vorwurf, dass die Verwendung von Aluminiumsalzen in Deos zu Alzheimer führt?

Die Weltgesundheitsorganisation hat aufgrund zahlreicher Untersuchungen in ihrem Report Nr. 194 des Internationalen Programms zur Sicherheit von chemischen Inhaltsstoffen (IPCS) dargelegt, dass es nach dem Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse keine Beziehung zwischen der Aufnahme von Aluminium und der Alzheimerschen Krankheit gibt. Auch die Stiftung Alzheimer Initiative (Stiftung zur Förderung der Alzheimer Forschung) sieht keinen Zusammenhang zwischen der Krankheit und Aluminiumexposition.